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Für Kinder und Eltern
Oftmals wissen Kinder über das Thema bescheid. Sie lesen Zeitungsartikel, erhalten Informationen aus dem Fernsehen, sprechen untereinander darüber, und doch bleiben viele Fragen offen.

Falls Sie mal vor der Situation stehen sollten, Fragen Ihrer Kinder beantworten zu müssen - vielleicht geht es mit folgenden Beispielen leichter:

Ein Interview zweier 11 Jährige Mädchen mit einer Kriminalhauptkommissarin:
Es geht hierbei um zwei elfjährige Mädchen, die mit einer Kriminalhauptkommissarin aus der Abteilung "sexueller Missbrauch an Kindern" sprachen, um vollständige Antworten auf ihre Fragen zu bekommen.

Laura: Was ist sexueller Missbrauch überhaupt?

Der sexuelle Missbrauch ist, wenn jemand - meistens ein Mann - von einem Mädchen oder einer Frau sexuelle Handlungen will.
Das heißt also anfassen, an die Brust, an die Scheide; vielleicht sogar mit dem Penis das Kind irgendwie berühren oder das Kind auffordern: Fass meinen Penis an oder mach etwas damit. Der sexuelle Missbrauch kann bei einem Zungenkuss anfangen, wenn also ein Kind einen Zungenkuss von einem Mann bekommt.

Kira: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen sexuellem Missbrauch und Vergewaltigung?

Der sexuelle Missbrauch fängt an beim Zungenkuss und geht bis zu körperlichen Sachen: Streicheln der Brust, Anfassen der Scheide.
Von Vergewaltigung spricht man erst dann, wenn ein Mann gegen den Willen der Frau oder des Mädchens mit dem Penis richtig in die Scheide eindringt. Egal ob er es schafft oder auch nur versucht. Aber es muss, wie man so sagt, ein versuchter Geschlechtsverkehr oder ein Geschlechtsverkehr stattfinden.

Laura: Geht das bei Kindern überhaupt?

Ja, es geht bei Kindern. Es tut sehr weh, aber es geht. Das Kind wird dadurch erheblich verletz.

Kira: Wie kommen die Täter an die Kinder eigentlich ran?

Es gibt da verschiedene Methoden. Entweder die Kinder werden angesprochen auf der Straße, oder es geht ihnen jemand hinterher.
Oder es passiert ihnen durch Personen, die sie kennen, also sogar durch den eigenen Vater, den Stiefvater, den Freund der Mutter, den Freund von irgendjemandem, den man kennt. Es kann aber auch in der Schule passieren, dass ein Lehrer dir über die Kleidung streicht an Stellen, die dir sehr unangenehm sind, wie zum Beispiel Brust oder Po.
Auch Personen, die auf euch aufpassen sollen, können sich an euch ranmachen wollen. Es kann letztendlich jeder Mann etwas versuchen, auch jemand, den ihr kennt, von dem ihr nie gedacht hättet, dass er so was machen würde.

Laura: Kann man eigentlich sagen: Meine Verwandtschaft würde so was nie tun, also mein Onkel würde mich nie da anfassen. Kann man da sicher sein?

Nein, das kannst du nicht. Ich würde nie, nie sagen.
Aber du solltest nun auch nicht gegen alle und jeden misstrauisch sein. Du musst erst mal wissen, was du selber schön findest und gut findest. Und dann merkst du sehr schnell, wenn ein Verwandter etwas will, was dir nicht gefällt.
Wenn du denkst: das kann nicht richtig sein, dann sag es. Dann musst du es ihm sagen und anderen sagen, dass es dir nicht passt.
Dann müssen deine Eltern und deine Großeltern damit leben, dass du auch mal nein sagst. Aber das ist jetzt nicht so gemeint, dass du, wenn deine Mutter zu dir sagt: Bring mal bitte den Müll runter! dann sagst: nein, mach ich nicht.

Alles was deinen Körper angeht, was dir gefällt, das merkst du ja. Und wenn du irgendwann mal dahin kommst, dass du denkst: Nee, das finde ich jetzt nicht gut, dass Onkel Willi mich immer noch so küsst, als ob ich ein kleines Mädchen bin, dann sag ihm das. Du kannst auch weiterhin mit deinem Papa baden, kein Problem.

Aber wenn du irgendwann mal denkst: Jetzt schäme ich mich so ein bisschen und jetzt möchte ich nicht mehr so gerne mit ihm baden, dann sagst du ihm das, dann wird er damit auch leben müssen und Verständnis haben.

Laura: Aber bei Fremden zum Beispiel - ich würde nie mit Fremden mitgehen!

Es gibt die tollsten Tricks von Männern, die Kinder anfassen wollen, um sie dann sexuell zu missbrauchen. Dass sie zum Beispiel um Hilfe bitten:
"Hilf mir mal, mein Fahrrad in den Keller zu bringen. Oder: Komm mal mit, ich habe ganz tolle Haustiere zu Hause oder ich hab 'nen Computer oder 'nen Videorecorder, ihr könnt bei mir Computer spielen, Videos gucken kommen."
Da rate ich immer nur: alles sein lassen, nicht mitgehen, sondern vorher sagen: "Herr Sowieso, ich geh erst mal meine Mutter fragen. Kommen sie doch mit oder gehen sie selbst zu ihr."

Und eine andere Sache, wo auch ganz viel passiert, ist in Fahrstühlen von Hochhäusern. Wenn ihr dort wohnt, wo Fahrstühle sind, solltet ihr immer gucken, mit wem ihr einsteigt.
Nicht unbedingt mit einem Mann, mit einem Jugendlichen, oder mit einem älteren Mann zusammen einsteigen, dann lieber mal acht Treppen laufen.

Kira: Wie sehen die Männer, die so was machen, eigentlich meistens aus? Gibt's da Unterschiede?

Es gibt ganz viele Unterschiede. Die können aussehen wie ein ganz toller Mann mit Muskeln, der braungebrannt ist und gut riecht; die können auch aussehen wie ein Pfadfinder, aber er kann auch aussehen wie dein Onkel oder wie ein guter Verwandter.
Also da ist alles drin, vom Jugendlichen bis zum alten Mann. Auch 15-, 16-jährige finden das manchmal sehr anregend, kleineren Mädchen zu nahe zu kommen, mal unter die Bluse zu fassen oder über den Po zu streichen.

Laura: Ist das jetzt so, dass man nur nicht bei den Männern mitgehen sollte oder ist das bei den Frauen genauso?

Das gilt auch für Frauen. Denn du weisst ja nicht, was die Frau will, mit wem sie in einer Wohnung zusammenlebt. Die kann ja einen Mann haben, einen Bruder haben, große Kinder, Söhne. Es gilt für alle Menschen. Du solltest immer etwas wachsam sein.

Kira: Was sagen die Männer, wenn die zum Beispiel vor Gericht sitzen und das Kind sehen, weinen sehen - wie reagieren die dann?

Da sind die Männer unterschiedlich. Einigen tut das leid, die würden das liebend gerne wieder rückgängig und ungeschehen machen.
Und andere sind überhaupt nicht einsichtig und streiten das ab und sagen: na ja, das Kind hat mich ja auch so ein bisschen angemacht, also die schieben auch manchmal die Schuld auf die Kinder.
Dass die zu kurze Röckchen anhatten oder zu kurze Hosen. Aber es gibt auch Männer, denen es sehr, sehr leid tut und das sind auch meist die Männer, die sich in einer Therapie helfen lassen wollen.

Quelle: www.mb-opfer.info


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