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Starke Kinder
Starke Kinder können sich besser schützen!

Prävention durch Selbst – Bewusstsein und Selbst – Bestimmung

Beispiel 1 (Selbstbewusstsein):

Selbstbewusstsein macht stark, und nur starke, aufgeklärte Kinder können sich gegen Missbrauch ihrer Bedürfnisse erfolgreich zur Wehr setzen. Bei der Bemühung Kinder zu Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen zu erziehen, muss darauf geachtet werden: Kinder lernen in allen Lernprozessen vor allem dort wo wir es am wenigsten vermuten und beabsichtigen.

Deshalb:

Prävention bedeutet mehr als Programm, das man in schulischer Weise in einer bestimmten Zeiteinheit durchnimmt. Sie meint eine Haltung zum Kind, die seine Eigenständigkeit respektiert, seine Grenzen und seine Gefühle achtet. Aber auch grenzgebend und somit in der ganzen Erziehung immer wieder, wie eine Selbstverständlichkeit wirkt.
Erst wenn die Haltung der Erwachsenen stimmt, werden auch Erziehungsprogramme für das Kind glaubwürdig und hilfreich sein.

Beispiel 2 (Präventive Erziehung):

Täter nutzen aus, wenn Kinder zu wenig Aufmerksamkeit, Lenkung, Anleitung, Zuwendung und Zärtlichkeit zu Hause bekommen. Sie missbrauchen Kinder für ihre egoistischen Absichten.

Deshalb:

Präventive Erziehung heißt, mit den Kindern eine vertrauensvolle, sichere und zärtliche Beziehung zu Leben. "So wie du bist, bist du willkommen und geliebt!“

Beispiel 3 (Tabuthema):

Täter machen sich zu nutze, das Sexualität in manchen Familien tabu ist. Kinder fühlen sich mit ihrer Neugier, ihren Gefühlen und Erfahrungen mit eigener sinnlicher Lust allein gelassen und als Geschlechtswesen nicht an - und ernstgenommen. Täter nutzen das Interesse der Kinder gerade an Dingen, die "verboten" und "kitzlig" sind, für ihre Bedürfnisse.

Deshalb:

Prävention meint Sexualerziehung in dem Sinne, das Eltern ihre Kinder in der Sexualentwicklung vertrauensvoll begleiten. Kinder lernen, Körpergefühle zu genießen. Sie lernen, dass Sexualität etwas schönes ist, das ihnen gehört: "Ich mag meinen Körper!“

Beispiel 4 (Selbstvertrauen):

Kinder haben eigentlich ein gutes Gespür dafür, wann eine Situation "okay" ist und wann sie "komisch" zu werden beginnt. Sie bemerken die Grenze von wohltuenden Zärtlichkeiten zu sexuellen Übergriffen.
Oftmals trauen sie ihren Gefühlen jedoch nicht oder nicht mehr, weil wohlmeinende Erwachsene viel zu oft zu wissen glauben, was "gut für sie" ist: "das schmeckt doch gut das Essen!" oder "das tut doch gar nicht weh!"

Deshalb:

Vorbeugende Erziehung bestärkt die Kinder in ihren Wahrnehmungen und Äußerungen ihrer ureigenen Gefühle. Sie brauchen dafür Selbstvertrauen, das bedeutet, die Kinder lernen, sich selbst und ihren Gefühlen zu vertrauen und Grenzen zu erkennen.

Beispiel 5 (Nein sagen):

Täter nutzen aus, das Kindern - leider zu oft mehr den Mädchen - manchmal zu sehr beigebracht wird, sich dem Willen von Erwachsenen zu beugen. "Blinder Gehorsam" verhindert, dass Kinder das Verhalten und Wollen der Erwachsenen in Frage stellen und sich gegebenenfalls zur Wehr setzen können.

Deshalb:

Prävention will Kinder ermutigen "Nein" zu sagen, auch und gerade Eltern und Erwachsenen gegenüber. Das fordert gesundes Selbstbewusstsein vom Kind.
Präventive Erziehung will dieses Selbstbewusstsein stärken. Beim Erwachsenen erfordert dies Vertrauen und Gelassenheit und reflektierende Anleitung des Kindes.

Beispiel 6 (Geheimnisse):

Täter offenbaren ihr Schuldbewusstsein durch Geheimnisdruck, den sie auf Kinder ausüben. Durch dieses Schweigegebot hinterlässt der sexuelle Missbrauch bei den Kindern schwerwiegende psychische Schäden:
Die Kinder fühlen sich allein und ausgestoßen, es gibt niemanden, dem sie sich in ihrer Not anvertrauen können. Oftmals aus Angst, man glaubt ihnen nicht.

Deshalb:

Prävention hilft Kindern zwischen guten und schlechten Geheimnissen zu unterscheiden und befreit die Kinder damit aus der Loyalitätskrise:
Sie wissen, das sie schlechte Geheimnisse weiter erzählen dürfen und haben vertrauen, das ihnen geglaubt und geholfen wird.

Beispiel 7 (Unwissenheit):

Täter nutzen die Unwissenheit der Kinder über ihren Körper und seine Funktionen aus. Viele Kinder bleiben mit ihren Fragen allein, wenn sie keine Orientierung erhalten und ihnen ihr eigener Körper und das des anderen Geschlechts fremd und "unaussprechlich" bleibt: "darüber spricht man nicht"
So kann der Geheimnisdruck schon allein durch die Sprachlosigkeit der Kinder entstehen oder sich verschärfen, weil sie nicht wissen, wie sie von sexuellen Übergriffen erzählen sollen.

Deshalb:

Kinder lernen ihren Körper und seine Funktionen kennen und benennen. Sie wissen, wie sich Junge und Mädchen unterscheiden, und dürfen stolz darauf sein, so zu sein, wie sie sind. In dem Sinne meint Prävention auch Sexualaufklärung.

Quelle: www.mb-opfer.info


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