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Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass jedes Verhalten nach gleichen Prinzipien erlernt, aufrechterhalten und auch wieder verlernt werden kann. Dabei wird unter Verhalten nicht nur die äußerlich sichtbare Aktivität des Menschen verstanden, sondern auch die inneren Vorgänge wie Gefühle, Denken und körperliche Prozesse. Die Auseinandersetzung mit der Umwelt erfordert zahlreiche Lern- und Anpassungsleistungen. Wir fühlen uns wohl, wenn wir in der Lage sind, auf diese psychischen und physischen Anforderungen flexibel und unter angemessener Berücksichtigung unserer Bedürfnisse selbstverantwortlich zu reagieren. Reichen die eigenen Fähigkeiten nicht aus, um zentrale Bedürfnisse wie die nach sozialer Sicherheit, befriedigenden Beziehungen oder selbstbestimmter Lebensgestaltung zu erfüllen oder stehen äußere Umstände dem entgegen, wird das Wohlbefinden beeinträchtigt. Die Folgen können seelische und körperliche Erkrankungen sein.

Ist ein Verhalten erworben, so sollte es von den Lerngesetzen abhängig sein. Diese Lerngesetze beziehen sich nicht nur auf das Erlernen neuer Verhaltensmuster, sondern auch auf die Reduzierung oder das Beseitigen von bestehenden Verhaltensmustern. Es gibt nicht nur gute, sondern auch schlechte Gewohnheiten, auf die die Verhaltenstherapie durch Aneignungs- und Beseitigungsverfahren abzielt.
Der lerntheoretische Ansatz besagt: Jede Verhaltensstörung ist erlernt und kann durch entsprechendes Gegenlernen abgebaut werden. Dies wird unterstützt durch den Aufbau von gegenteiligen, erwünschten Verhaltensweisen. Das Erlernen neuer Verhaltensweisen erfolgt bevorzugt durch Verwendung positiver Verstärker (angenehme Konsequenzen, z.B. Belohnungen, Lob, etc.). Unerwünschte Verhaltensweisen werden durch negative Verstärker (Reize, die unangenehme Folgen haben, z.B. Schmerz, Tadel, etc.) beseitigt.

Das Grundmuster der Verhaltenstherapie ist das schrittweise Einüben eines sogenannten Zielverhaltens (das erwünschte Verhalten). Die einzelnen Schritte bestehen im allgemeinen zunächst aus einer konkreten Analyse des Verhaltens und dann der Bestimmung der Lernabschnitte, der Durchführung eines Kleinschrittlernens, einem Belastungstraining des neuen Verhaltens, einem Selbstkontrollabschnitt und aus gelegentlichen Wiederholungsstunden nach Therapieende, um das Gelernte wieder aufzufrischen.

Die Therapie kann in Form von Einzelgesprächen oder verhaltenstherapeutische Gruppen durchgeführt werden.

Wie bei allen Therapieformen spielt die Wahl eines Verhaltenstherapeuten eine entscheidende Rolle, wobei das Gefühl, zu diesem Menschen einen vertrauensvollen Kontakt aufnehmen zu können, zentral ist.
Eine weitere wichtige Bedingung ist, dass der Betroffene - so weit er dazu in der Lage ist - kritischer und änderungsbereiter Partner des Therapeuten wird.

Die Verstärkung der Symptomatik oder Krisen während des therapeutischen Prozesses, das Auftreten neuer, anderer Beschwerden sind nicht seltene Begleiterscheinungen der Verhaltenstherapie.
Entscheidend für das Erreichen der angestrebten, realistischen Therapieziele ist eine gegenseitig vertrauensvolle Beziehung, ein selbstkritischer, sorgfältig arbeitender Therapeut und die Bereitschaft des/der Betroffenen, nach und nach Selbstverantwortung für den eigenen Zustand zu entwickeln. Das heißt auch, schwierige Phasen während der Therapie zu akzeptieren, sie anzusprechen und sich aktiv an deren Bewältigung zu beteiligen. Niemand sollte jedoch von einer Verhaltenstherapie ein problemloses, glückliches Leben, die tiefe Erkenntnis über den Sinn des Lebens und die Beantwortung aller Fragen erwarten.

Quelle: www.ich-beratung.de


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