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Körper-Psychotherapie
Körperpsychotherapie oder körperbezogene Psychotherapie ist eine eigenständige Richtung innerhalb der Psychotherapie. Alle Methoden der Körperpsychotherapie sind sich in ihrer grundlegenden Annahme einig, dass Körper und geistige wie seelische Vorgänge nicht voneinander getrennt betrachtet werden können, sondern dass beides - Körper und Seele - eine funktionelle Einheit bildet und dass der Körper die Person als Ganzes repräsentiert.

In der Körperpsychotherapie wird der Körper mit seinen Empfindungen und Reaktionen in die therapeutische Arbeit einbezogen. Berührung, Atemarbeit und Bewegung sind wichtige therapeutische Instrumente, die in einer Vielfalt von körperpsychotherapeutischen Methoden und Techniken Anwendung finden.

Als Begründer der körperorientierten Psychotherapie gilt Wilhelm Reich, ein Schüler von Sigmund Freud, der sich in den 30er Jahren in wesentlichen Punkten von Freud distanzierte. Er bezog den menschlichen Körper, im Gegensatz zur Psychoanalyse, direkt in die psychotherapeutische Arbeit mit ein. Reich zeigte auf, wie der menschliche Organismus Atem und Muskulatur dazu verwenden kann, die Intensität von Gefühlen und Empfindungen zu mindern oder sie zu verdrängen. Die individuellen Muster dieser körperlichen Abwehrvorgänge nannte er Charakterpanzer. Aus diesen Erkenntnissen heraus begann Reich, die Behandlung muskulärer Verspannungen in die psychotherapeutische Behandlung einzubeziehen, was bei den Psychoanalytikern jener Zeit auf grosse Ablehnung stiess.

In der Körperpsychotherapie wird weniger über Gefühle gesprochen, als dass vielmehr die Möglichkeit geboten wird, diese direkt zu erfahren und auszudrücken. Die Aufmerksamkeit gilt gleichermassn den Gedanken, bildhaften Vorstellungen und Körperwahrnehmungen. Der Mensch wird als ganzheitliches Wesen betrachtet, das nicht Körper und Geist hat, sondern Körper und Geist ist.

Die körperorientierte Psychotherapie ist ein tiefenpsychologisch begründetes, entwicklungsorientiertes Verfahren zur Behandlung psychischer Erkrankungen. Es zeichnet sich im besonderen dadurch aus, daß entwicklungsgebundene körperliche Strukturen, die im physischen Körper festgelegt sind, in die verbal-symbolische Arbeit, die in der Psyche des Klienten stattfindet, einbezogen werden.

Dabei geht es um die Bearbeitung der Übertragungsbeziehung und der symbolisch-unbewußten Struktur und die Bearbeitung aktiver Elemente. Übungen mit Beziehungscharakter, die Mobilisierung des Klienten in seinem Verhaltensrepertoire oder die Ausdrucks- bzw. Erlebnismobilisierung durch körperliches In-Bewegung-setzen sind Beispiele für direkte physische Interventionen.
Dabei wird in pragmatischer Weise östliche Kenntnis über psycho-physische Zusammenhänge integriert.


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