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Warum eine Therapie
Obwohl in der Regel bei körperlichen Verletzungen die Zeit alle Wunden heilt, gilt das für die Folgen des sexuellen Missbrauchs nicht.

Es kommt vor, dass Erwachsene sich an einen Missbrauch nicht erinnern können, oft aber unter diffusen Symptomen leiden. Dazu zählen beispielsweise Ängste, Suchtverhalten, Beziehungsprobleme.

Der Missbrauch durchdringt alles:

Er durchdringt alles: das Selbstgefühl, nahe Beziehungen, die Sexualität, die Mutterschaft, das Arbeitsleben, die geistige Gesundheit. Wohin man blickt finden sich seine Auswirkung. Die Erfahrungen von absoluter Ohnmacht, Hilflosigkeit und Schwäche in den Situationen des Missbrauchs und der Gewalt zerstören das seelische Gleichgewicht, die Basis für die Entwicklung zum gesunden Erwachsenen ist gestört. Der sexuelle Missbrauch in Kindheit und Jugendlichenalter verursacht eine tiefe, bis ins innerste dringende Beschädigung der natürlichen Körperempfindungen, des Selbstwertes und des Urvertrauens.

Soziale Beziehungen sind oft massiv gestört, geprägt von den Erfahrungen und Empfindungen des Verrats, Misstrauens, Unsicherheit und Entfremdung. Durch verschiedene Mechanismen der Verdrängung oder Umdeutung sinkt das Geschehen ins Unbewusste, da das Erlebte sich nirgends einordnen lässt. Zuletzt halten die Opfer die Geschehnisse vor sich selbst geheim, um psychisch zu überleben.

Alles, was nach dem Missbrauch getan wurde, entwickelte sich, um den geringst möglichen Widerstand zu erfahren bzw. Gefühle am bestmöglichen zu verstecken, gar zu leugnen. Das ganze Leben ist für einen Menschen, der in der Kindheit sexuell missbraucht wurde und sich deren Folgen und Konsequenzen nicht bewusst ist bzw. sie emotional nicht aufgearbeitet hat, eine Verstellung.

Die Schatten der Vergangenheit können nur dadurch ihre Macht verlieren, dass sie ans Licht kommen.

Die Schatten der Vergangenheit müssen bewusst gemacht werden. Das Erlebte kann mit entsprechend einfühlsamer therapeutische Führung wiedererinnert werden. Es muss sogar wiedererinnert werden, damit der Terror endlich ein Ende findet, der in der Psyche noch immer jeden Tag aufs Neue wirkt.

Grundsätzlich ist es möglich das traumatische Erlebnis zu überleben, damit weiterzuleben und das.

Die Heilung geschieht durch die Umkehrung der früheren Erfahrungen im sexuellen Missbrauch.

Das bedeutet konkret:

• das Fühlen von Liebe und Achtung, statt Missachtung und Benutzt-Werden
• die Akzeptanz der Gefühle, anstatt dass sie unterdrückt und verleugnet werden müssen
• der Entschluss kompromissloser Bereitschaft zur Wahrheit, statt Lügen und Sprechverbot
• die Erfahrung von Gehör und Verständnis finden, statt Unglauben und Blindheit
• das Bewusstsein von Richtigkeit der Körperempfindungen statt der Erfahrung vom Scham
• das Lernen von Freude und Lust statt der Erfahrung des Körpers als Quelle von Schmerz und Leid

Einige Dinge auf die geachtet werden sollte, bei der Therapeutensuche:

Eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung ist besonders wichtig. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass sich positive Gefühle entwickeln, Erinnerungen "gefahrlos" wieder erlebt werden können, statt negativer Gedankenmuster (z.B. Selbstabwertungen) hin zu neuen Erwartungen und Wünsche, aufgebaut werden.

Ohne Sympathie für den Therapeuten wird eine Therapie langfristig keinen Erfolg haben. Der Betroffene sollte das Gefühl haben, dass er als Mensch ernst genommen wird und nicht das Gefühl haben so einer Art Programm zu unterliegen, bei dem es vielmehr darum geht, dass der Therapeut "erfolgreich" ist. Ein Therapeut muss flexibel sein und darf nicht negativ reagieren, wenn der Betroffene mit den Gedanken des Therapeuten nicht zufrieden und nicht einverstanden ist. Unstimmigkeiten sollten ehrlich und offen von beiden Seiten im Gespräch geklärt werden. Sollte sich an dem Verhältnis nach einer Testzeit doch nichts ändern, sollte der Therapeut gewechselt werden.

Es macht langfristig keinen Sinn sich in die Hände eines ungeeigneten Therapeuten zu begeben, bei dem das Unwohlsein überwiegt. Die Möglichkeit, dass zwei Menschen sich verfehlen und keine hilfreiche Beziehung entsteht, gibt es natürlich auch bei der Begegnung von Klient und Therapeut. Das wichtigste überhaupt ist Motivation. Eine halbherzig angegangene Therapie oder eine erzwungene Therapie ist sinnlos und kann nur scheitern.

Man kann nur etwas verändern, wenn man es selbst möchteTrauma zu verarbeiten. In der Regel ist dazu die Hilfe eines erfahrenen Psychotherapeuten und/oder einer Selbsthilfegruppe notwendig und bedarf Zeit.Depressionen, Selbstverletzung, Essstörungen, Sexualprobleme, psychosomatische Probleme etc.

Die Langzeitfolgen sexuellen Kindesmissbrauch können so weitreichend sein, dass es manchmal schwierig ist, festzustellen, wie der Missbrauch das Leben genau beeinflusst hat. Dies gilt auch für Traumatisierungen, an die sich die Person noch erinnern kann, wie Operationen, Unfälle oder Gewalteinwirkungen, aber auch für schwere oder langwährende seelische Kränkungen und Demütigungen.

Die unmittelbare Folge der Traumatisierung ist oft eine so genannte posttraumatische Störung, deren Symptome vielleicht nach einiger Zeit abklingen. Damit ist aber das Trauma nicht unbedingt überwunden; sehr oft kommt es zu drastischen Spätfolgen, deren eigentliche Ursache nicht mehr erkannt wird


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