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Täter Profile
Der "Infantile Täter"

Der infantile Täter ist meist selbst in der frühen Kindheit Opfer sexuellen Missbrauchs geworden bzw. hat sexuelle Stimulierung erfahren, und er probiert, diese frühkindlichen Erlebnisse wiederzubeleben.
Nach Eriksons Entwicklungsmodell ist dieser Tätertyp in der sogenannten genitalen Phase, der Phase, in der man sein eigenes Geschlecht und das des anderen entdeckt, steckengeblieben. Solche Täter möchten ihre Erfahrung an die Opfer weitergeben, weil sie in dem Glauben sind, das es ihnen nicht geschadet habe, und jedes Kind von so einer Art sexueller Stimulierung träume. Am Anfang reicht es dem Täter, Kinder nackt zu sehen - in Filmen, auf Bildern oder z.B. im Schwimmbad - um erregt zu werden. Doch nach und nach versucht er eine Vertrauensbasis zu einem Kind aufzubauen, welches er sich ausgesucht hat.
Hat er dies geschafft, bringt er das Kind dazu, mit in seine Wohnung zu kommen und fotografiert es in allen obszönen Posen, um seine Phantasien zu befriedigen. Ein beliebtes Werkzeug dazu sind Fesseln und Ketten, die auch seine gewalttätige Seite herauskehren.

Der "Ödipale Täter"

Auch er ist in der genitalen Phase steckengeblieben. In dieser Entwicklungsstufe kommt es zu einem Konkurrenzdenken zwischen Vater und Sohn bzw. Mutter und Tochter. Das Kind möchte den Partner seines ´Konkurrenten´ für sich haben, es ist aber offensichtlich, dass das nicht funktioniert. Es ist für die weitere Entwicklung des Kindes wichtig, dass es lernt mit der Niederlage umzugehen. Schafft es das nicht, sind starke seelische Schmerzen die nicht zu stillen sind, die Folge.
Pädorasten haben daher das Bedürfnis, den Kampf mit dem Vater wiederzubeleben, um wenigstens die Schuld des Kampfes zu tilgen. Sie streben nach Wiedergutmachung und denken, dass sie dem Kind Gutes tun, da sie ihm etwas geben, was ihnen verwährt wurde. Darum verwöhnen sie die Kinder mit kleinen Geschenken und widmen ihnen besondere Aufmerksamkeit.

Der "Pubertäre Täter"

Die Pubertät ist eine Phase, in der man seinen eigenen Körper kennen lernt und ein vollständiges Mitglied in der sozialen Umwelt wird. Dabei kommt es zu (Spannungs-) Ängsten, aber auch zu einer großen Neugier und Lust auf die sexuelle Entdeckung seines, und des anderen Geschlechts. Bleibt ein Täter nun in dieser Phase stecken, kann er keine reife Sexualität entwickeln, und die Bedürfnisse dieser Phase bleiben immer erhalten. Der Täter sucht nach Befriedigung der Neugier, will von neuem Erwachsen werden, will die körperlichen Veränderungen noch mal miterleben, die emotionale Entwicklung oder auch den Reiz des Verbotenen. Dafür sucht er sich meist Schulkinder aus.

Der "Adoleszente Täter"

Die Adoleszenz ist der Schritt zwischen Pubertät und Erwachsenendasein. In dieser Phase sucht der Jugendliche nach seiner Identität und ist auch auf der Suche nach Intimität. Er kommt zum ersten Mal in Berührung von wirklicher Sexualität. Dieser Typ von Täter strebt an, seine Gefühle bei den ersten sexuellen Begegnungen wieder Aufleben zu lassen. Dafür sucht er sich Jugendliche aus, bei denen er der Meinung ist, das auch sie neugierig seien - so auch mögliche Argumentationen vor Gericht.

Der "Allwissende Täter"

Dieser Typ Täter hat ein sehr dominantes Wesen. Er meint, er wüsste alles und will sein Wissen auch an die anderen weitergeben. Dazu sucht er sich junge, unerfahrene Opfer aus, mit der Intention sie zu lehren, was "echte reife und wahre Sexualität ist".

Der "Geisteskranke Täter"

Dieser Typ Täter ist der einzige, der wirklich krank ist.
Er leidet an Realitätsverlust und ist nicht in der Lage die Entwicklungsstufen der Kinder zu bestimmen. Seine Opfer kommen aus allen Altersstufen, denn es ist ihm ganz egal welches Opfer. Er ist unberechenbar und verletzt, verstümmelt oder tötet seine Opfer.

Der "Senile Täter"

Hierbei handelt es sich schon um ältere Männer (oder Frauen).
Meistens ist nachlassende Potenz die Ursache. Seine Opfer sind sehr kleine Kinder, meistens im Kindergartenalter, und sein Annähern läuft oft versteckt ab, durch zum Beispiel "Hoppe ,Hoppe Reiter" - Spiele.

Der "Unberechenbare Täter"

Dieser Täter ist in keine der bisher benannten Gruppen einzuordnen, denn es gibt keinerlei Anzeichen auf eine besondere Verhaltensstruktur und Merkmale. Er zeichnet sich allein durch seine Unberechenbarkeit aus.

Quelle: www.mb-opfer.info


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