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Flashback
Da viele den Begriff Flashback oder Triggern
nicht verstehen oder einordnen können,
gibt es hier eine kleine Erklärung bzw. Definition.

Triggern ist eine Art Betroffene von Sexuellem Missbrauch zuwarnen (z.B. auf einer Homepage von einer /einem Betroffenen, wo über den Missbrauch und/oder dessen Folgen direkt erzählt wird), sodass sie einen Flashback erleben könnten, da z.B. einige Texte oder auch Bilder Erinnerungen aufrufen können, die wieder das traumatische Erlebnis hervorrufen. Triggern bedeutet das es der Auslöser sein kann ein Flashback hervorzurufen. Deswegen steht auch auf vielen Internetpräsentseen von Betroffenen, solche Sätze wie: " Achtung der Text könnte triggern." Kein Autor von so Texten möchte einen Flashback bei anderen Betroffenen verursachen und deswegen wird meistens eine Sogenannte ?Trigger-Warnung? eingefügt, damit die Leser nicht durch einen unbekannten Text einen Flashback oder Ähnliches traumatisches erleben.

Ein Flashback ist eine plötzlich wiederkehrende Erinnerung, meistens ist ein traumatisches Erlebnis aus der Kindheit, jedoch bei manchen Personen auch aus dem "reiferen" Alter die Ursache dafür. Diese traumatischen Erinnerungen bzw. Erlebnisse können z.B. Vergewaltigungen, Missbräuche oder Schläge sein. Flashback werden durch nicht auffallende Kleinigkeiten ausgelöst, wie z.B. einem Geruch, eine Berührungen oder einem bestimmten Wort bzw. Satz. Diese Flashbacks treten auf als Bilder, Stimmen oder anderen Erinnerungen, oftmals bleiben sie auch nicht lange, aber man hat danach das Geschehene wieder in den Gedanken. Bei sexuellem Missbrauch wird das Erlebte zum Teil noch einmal neu erlebt, was natürlich eine Qual für die oder den Betroffene(n) ist. Jedoch kann man Flashbacks nicht vermeiden, außer durch eine erfolgreiche Therapie, denn dort lernt man mit den Anzeichen (bestimmter Geruch oder Ort etc.) umzugehen. Teilweise kann es auch noch nach einer Therapie zu Flashback kommen, jedoch nicht mehr so häufig wie davor, außerdem weiß man dann was man tun kann, um die Erinnerung wieder "zugvergessen" bzw. zu verarbeiten.


Quelle: www.missbrauchshilfe.de.vu


Flash Backs (kurz Flash genannt)

Es gibt verschiedene Arten von Flashs, die ich jetzt mal aufzähle.

Das sind die Flashs, die ich lange fast täglich hatte. Im Bus, in der Straßenbahn, u.s.w. Mit ihnen komme ich ganz gut klar.

Flashs mit neuen Erkenntnissen:

Bei diesen Flashs kommen verdrängte Szenen wieder hoch. Ich habe dann keine Ahnung, was da abläuft.

Dann sind da noch die Flashs, ich am meisten hasse. Ich habe ihnen keinen Namen gegeben, weil ich nicht weiß, wie ich sie nennen soll. In diesen Flashs habe ich Schmerzen ohne Ende. Oft komme ich nicht alleine da raus. Ich erlebe den ganzen Mist wieder und wieder. Dabei erscheint alles völlig real. Deswegen auch die Schmerzen.


Wie verhalte ich mich, wenn meine Partnerin/ mein Partner einen Flash hat?

Ganz wichtig: Ruhe bewahren! Wir sind bei einem Flash alles andere als ruhig. Deswegen ist es wichtig, dass Ihr dabei die Ruhe bewahrt. Macht Euch klar, dass uns bei einem Flash nichts passieren kann.

Auch wenn wir Schmerzen haben dabei. Wir haben Angst bei einem Flash. Wahnsinnige Angst und sehr starke Schmerzen. Oft verkrampfen wir uns auch dabei. Deshalb ist es ganz wichtig, dass ihr ganz ruhig bleibt dabei. Wenn wir Eure Stimme hören können beruhigt uns das schon im Unterbewusst sein.

Versucht, mit Eurer Partnerin/ Eurem Partner nach Schutzmöglichkeiten zu suchen. Etwas, womit ihr sie/ihn rausholen könnt, in der Situation. Bei mir zum Beispiel ist es eine große schwere Türe hinter der die Täter sitzen und die abgeschlossen wird, damit sie da nicht raus können. Nur ich habe den Schlüssel, um sie wieder aufzuschließen. Meine Frau spricht mich bei einem Flash leise an und fragt mich immer wieder, ob ich die Türe sehen kann. Wenn ich sie dann sehe, geht sie mit mir zusammen dort hin, oder trägt mich durch die Türe. Wir schließen die Türe dann zusammen ab. Wichtig ist, dass Ihr leise und ruhig mit uns sprecht. Wenn Ihr Angst, oder Panik habt, spüren wir das, auch wenn wir es nicht sagen können. Das macht uns dann noch mehr Angst und wir rutschen tiefer in den Flash. Bei einem Flash tut die Nähe einer vertrauten Person gut. Das brauchen wir dann. Wir spüren Eure Nähe, auch wenn es nicht so aussieht. Ihr könnt uns dann ruhig anfassen. An der Schulter, oder am Arm. Wichtig ist, dass wir Eure Nähe spüren. Wenn Ihr leise dicht an unserem Ohr mit uns redet, beruhigt das sehr. Wenn wir verkrampft sind, versucht bitte nicht, unsere Stellung zu wechseln. Wenn wir z. B. liegen, lasst uns in der Stellung liegen, in der wir gerade sind. Durch das Krampfen sind alle Muskeln von uns angespannt, weil wir so starke Schmerzen haben. Wenn Ihr dann versucht, unsere Stellung zu ändern, z. B. uns aufzusetzen, wenn wir liegen, tut Ihr uns zum einen sehr weh damit, zum anderen könnt Ihr uns damit verletzen, weil die Muskeln so angespannt sind.

Nach einem Flash sind wir meist noch eine ganze Zeit bewegungslos. Es dauert eine Weile, bis wir wieder ganz zurück sind. Keine Angst, dass ist völlig normal. In dieser Phase ist es wichtig, dass Ihr darauf achtet, dass wir nicht wieder zurück in den Flash rutschen. Das kann ganz leicht passieren. Wenn Ihr das merkt, redet mit uns. Sprecht uns an. Wenn wir Eure Stimme hören, können wir leichter zurück kommen. Wichtig ist auch hier wieder, dass Ihr leise und ruhig mit uns sprecht. Wenn wir uns erschrecken, sind wir schnell wieder in dem Flash. Wenn Ihr uns auffordert Euch anzusehen und sagt das Ihr da seid, hilft das schon ungemein. Wenn wir dann ganz zurück sind, sind unsere Reaktionen ganz verschieden. Manchmal können wir Nähe zulassen. Dann haltet uns einfach im Arm. Manchmal können wir auch keine Nähe ertragen. Dann bitte respektiert das und lasst uns alleine. Wenn wir wütend werden, nehmt es nicht persönlich. Ihr habt sicherlich nichts verkehrt gemacht. Nicht Ihr sondern die Täterinnen/Täter sind gemeint. Gegen sie richtet sich nach einem Flash oft die Wut.

Quelle: www.ja-zum-leben.org


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