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Leserbrief 2 vom 16.11.2005
Leserbrief 2 vom 16.11.2005

Leserbrief vom Öffentlichen Anzeiger vom 16.11.2005

"Tat verarbeiten"

Diese Leserin bezieht sich auf die Erklärung des Anwalts eines wegen Vergewaltigung angeklagten Mannes. Der angeblich schlechte Gesundheitszustand des 81-jährigen Angeklagten verhinderten bisher eine Verhandlung.

Lange haben wir überlegt, wie wir mit dem Schreiben von Rainer Fernis, Rechtsanwalt, umgehen sollen. Ein Schlag ins Gesicht, insbesondere ins Gesicht unserer Tochter war es, aus der Zeitung zu erfahren, dass der Angeklagte schwer leidet unter dem, wozu er sich hat hinreißen lassen und sein Handeln zutiefst bereut.

Da unsere Tochter seit über zwei Jahren unter den Folgen der Vergewaltigung leidet, fällt es uns schwer, Verständnis für den Gesundheitszustand des Angeklagten zu entwickeln, da sich dieser aus unserer Sicht nicht nach Zeitungsartikeln, sondern vor Gerichtsverhandlungen rapide verschlechtert.

Die Tatsache, dass der Angeklagte seit zwei Jahren behauptet, unsere Tochter habe ihn verführt, hatte zur Folge, dass ein heute 15-jähriges Mädchen nicht nur unter den Folgen der schrecklichen Tat zu leiden hat, sondern aus dem Mund des Angeklagten noch hören musste, sie selbst hätte ihn zu dieser Tat animiert.

Wir haben kein Mitleid oder Verständnis für seinen Gesundheitszustand, da er sich schließlich keinerlei Gedanken darüber macht, was es für ein junges Mädchen bedeutet, sich zwei Jahre lang immer wieder von Gerichtstermin zu Gerichtstermin mit ihren schrecklichen Erlebnissen zu beschäftigen, so dass sie keine Chance hat, die Tat zu verarbeiten. Für unsere Tochter wäre es das Wichtigste, wenn der Angeklagte im Rahmen einer Gerichtsverhandlung seine Reue und sein Bedauern äußern würde.

Schwer verständlich ist für uns, warum seine Aussage nicht auch vom Kranken-hausbett aus aufgenommen werden kann, da wir gehört haben, dass dies bei anderen Straftaten durchaus möglich ist.

Da Herr Fernis guter Zuversicht ist, der Betroffenen eine Aussage vor Gericht zu ersparen, hoffen wir, dass diesen Worten nun endlich Taten folgen.


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