Navigation
Website-Statistik
Besucher der letzten Woche:
108
91
95
113
117
76
17
MO DI MI DO FR SA
SO

Besuche Klicks
Heute: 17 287

Klicks pro Stunde: 0.64
Klicke pro Besucher: 2.68
Besucher Gesamt: 116736
Artikel 3 vom 24.06.2004
Zeitungsartikel 3 vom 24.06.2004

Öffentlicher Anzeiger KH vom 24.06.2004

Tortur findet kein Ende

Vergewaltigungsprozess: Angeklagter blieb fern

Wegen der Vergewaltigung eines 13 Jahre alten Mädchens ist ein79-Jähriger aus Winzenheim Angeklagt. Doch wenige Stunden vor Verhandlungsbeginn vor dem Amtsgericht kam per Fax ein ärztliches Attest, worin der Hausarzt des Angeklagten ihm Verhandlungsunfähigkeit bescheinigte.

Bad Kreuznach. Der Angeklagte erschien nicht, sein opfer, das vor Gericht aussagen sollte, brach zusammen. Ihre Tochter habe damit gerechnet, dass mit der Verhandlung die Tortur des Verfahrens endlich abgeschlossen werden können, erklärte die Mutter gegenüber dem Öffentlichen. Denn schon einmal wurde ein Verhandlungstermin vor vier Wochen kurzfristig abgesagt.

Seit der Tat durchlebt das Mädchen die ganze Bandbreite psychosomatischer Erkrankungen von Selbstverletzungen über Schrei- und Weinkrämpfe bis zu Ernährungsproblemen. „Menschen, die das Mädchen seit Jahren kennen, stellten fets, das es seine Unbefangenheit und Fröhlichkeit verloren habe „ erklärte Rechtsanwalt Hardy Hollinka, der die Familie des Opfers als Nebenkläger vertritt.

„Die Spätfolgen die das Mädchen erleide, sind unabsehbar“. „Es sei die Hölle“ , so die Mutter. Es ist nicht schön für Eltern zu sehen, wenn ihr Kind in der Absicht, sich selbst zu zerstören, ständig gegen die Wand läuft.

Richter Wolfram Obenauer sah sich nicht in der Lage, den Angeklagten amtsärztlich untersuchen und notfalls polizeilich vorführen zu lassen. Befremdlich reagierten die Prozessbeteiligten darauf, das zumindest nicht sein Verteidiger zum Verhandlungstermin erschien.

Sollte dem Angeklagten wegen seines Alters verminderte Schuldfähigkeit zugebilligt werden, stellt sich auch die Frage nach der Wiederholunggefahr, sagte Hollinka. Dann stünde einer möglichen Unterbringung im Raum. Das Kind habe plötzlich „pudelnackig“ auf seinem Bett gelegen und sei ihm an die Wäsche gegangen, sagte der Angeklagte im ersten Prozessanlauf aus. Die Verhandlung im Dezember wurde aber ausgesetz, damit Gutachten über den Angeklagten und das Mädchen erstellt werden konnten. „Das war aber nichts sexuelles, wir haben nur gefummelt“ so der Mann. Von Geschlechtsverkehr könne schon gar keine Rede sein. Laut Anklage hatte die Mutter des Mädchens im Haushalt des Witwers geputzt. Ab und zu sei die heute 14-Jährige mitgekommen. Bei einer Gelegenheit, als sich die Mutter außer Haus befand, habe er dem Mädchen Platten vorgespielt. Als das Kind gehen wollte, habe er es auf das Sofa gedrückt. Er zog sich aus, nahm ein Kondom und vergewaltigte das Mädchen. Ein neuer Termin für den Prozess steht noch nicht fest.(rm)


Login
Benutzername

Passwort



Noch kein Mitglied?


Passwort vergessen?
Um ein neues Passwort anzufordern klicke hier.


Online Information