Navigation
Website-Statistik
Besucher der letzten Woche:
151
97
79
128
132
114
53
FR SA SO MO DI MI
DO

Besuche Klicks
Heute: 53 142

Klicks pro Stunde: 0.66
Klicke pro Besucher: 2.7
Besucher Gesamt: 120642
Artikel 1 vom 19.12.2003
Zeitungsartikel 1 vom 19.12.2003

Öffentlicher Anzeiger KH vom 19.12.2003

Rentner wegen Vergewaltigung einer 13-Jährigen vor Gericht

Der 79-Jährige behauptet, das Kind habe ihn quasi verführt – Gutachter soll Schuldfähigkeit des Mannes und Glaubwürdigkeit des Mädchen beurteilen

Bad Kreuznach. Wegen der Vergewaltigung einer 13-Jährigen muss sich ein 79-jähriger Rentner vor dem Amtsgericht Bad Kreuznach verantworten. Zu beginn der Verhandlung gab der Angeklagte die Vorwürfe auch zu, belastet das Mädchen dann aber zunehmend. Das Kind habe ganz plötzlich „pudelnackig“ in eindeutiger auffordernder Position auf seinem Bett gelegen und sei ihm an die Wäsche gegangen. „Das war aber nichts sexuelles, wir haben nur ein wenig gefummelt“. Von Geschlechtsverkehr könne schon gar keine Rede sein.

Die Mutter des Mädchens arbeite als Putzhilfe im Haushalt des Witwers. Ab und zu kam die 13-jährige mit. Einmal, als sich die Mutter auser Haus befand, habe er dem Mädchen Platten vorgespielt, so die Anklage. Als das Kind gehen wollte, habe er es am Arm festgehalten und auf das Sofa gedrückt. Er zog sich aus, nahm ein Kondom und vergewaltigte das Mädchen.

Rechtsanwalt Rainer Fairnis erhoffte sich durch ein Geständnis eine Bewährungsstrafe für seinen Mandanten. Richter Wolfram Obernauer allerdings erklärte:

Wenn der Mann Kondome vorrätig gehalten habe, müsse möglicherweise davon ausgegangen werden, das die Tat geplant war. Die Mindeststrafe von zwei Jahren stünde dann nicht mehr zu Debatte.

Ich war einfach durcheinander an diesem Tag versuchte der Mann dem Gericht zu erklären. An eine ganze Reihe Details konnte er sich in seinen Aussagen dann allerdings aber doch erinnern. In einem Bus habe er das Kind angesprochen und gefragt, ob seine Mutter bei ihm putzen wolle, schilderte der Angeklagte, wie er die 13-jährige kennen lernte. Später hätten ihn Mutter und Tochter immer wieder um Geld angebettelt. „Ich bin doch Rentner habe kaum was“. Das Kind sei „ausgebufft“ und habe gewußt was es wolle. Als Konsequenz auf diese Schilderungen des Witwers ordnete das Gericht an, dass Gutachten zur Schuldfähigkeit und zur Glaubwürdigkeit des Mädchens erstellt werden. Dann soll neu verhandelt werden. In dem Prozess wird wohl dem Kind eine Aussage vor Gericht nicht erspart bleiben. Ob der Mann auf Grund seines Alters letzlich in Haft genommen werden kann, bezweifeln Prozessbeobachter. (rm)


Login
Benutzername

Passwort



Noch kein Mitglied?


Passwort vergessen?
Um ein neues Passwort anzufordern klicke hier.


Online Information