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Hinweise zum Schutz von Stalkern
Seien Sie sich bitte dessen bewusst, dass diese Seite nicht nur von Opfern, sondern auch von Tätern aufgerufen und gelesen wird! Daher werde ich hier nur einige Schutzmaßnahmen aufführen, um den Tätern letztlich nicht noch Tipps zu geben.

Machen Sie dem Täter einmal - und möglichst nicht ein weiteres Mal - unmissverständlich (am besten schriftlich oder unter Zeugen) klar, dass keinen Kontakt zu/von ihm wünschen. Gehen Sie auf keine weiteren Annäherungsversuche (auch keine Entschuldigungen) des Täters ein. Achten Sie darauf, dass diese Willensäußerung beweisbar ist (z. B. durch Zeugen, schicken Sie Briefe per Einschreiben etc.)

Suchen Sie umgehend eine(n) auf Stalking spezialisierte(n) Rechtsanwalt/Rechtsanwältin auf, um frühzeitig - bevor das »Kind in den Brunnen gefallen ist« - die richtigen rechtlichen Schritte planen und unternehmen zu können. In der Regel geben Stalker ihr Verhalten nicht auf, ohne ihre Grenzen aufgezeigt bekommen zu haben. Wiegen Sie sich nicht in dem Irrglauben, das Stalking werde »schon von allein aufhören«. Wählen Sie einen ausgewiesenen Experten auf diesem Gebiet - denn Sie konsultieren ja auch nicht einen Orthopäden wenn Sie Kopfschmerzen haben. Bei der Einleitung rechtlicher Schritte kann man viele Fehler machen, daher sollten Sie nichts auf »eigene Faust« unternehmen. Erstreckt sich das Stalking bereits über einen längeren Zeitraum, wird ein rechtliches Vorgehen gegen den Täter immer schwieriger. Bitte beachten Sie, dass kein Anwalt ohne Gebührenberechnung tätig werden darf. Hier kann eine Rechtsschutzversicherung nützlich sein, allerdings muss diese vor Beginn der Stalking-Handlungen (- in der Regel drei Monate zuvor -) abgeschlossen worden sein und auch Stalking-Fälle umfassen. Dennoch kann ich nicht verschweigen, dass ich mit diversen Rechtsschutzversicherern keine guten Erfahrungen gemacht habe. In den meisten Fällen lohnt sich - anstelle jahrelanger Zahlung von Versicherungsbeiträgen - die unmittelbare Investition in Anwaltsgebühren bzw. -honorar, denn ein effektives und konsequentes rechtliches Vorgehen kann dem Stalker Einhalt gebieten und die benötigte innere Ruhe wiederherstellen. Außerdem verlieren Sie das unangenehme Gefühl, nichts unternommen zu haben und völlig hilflos zu sein. Bei mittellosen Stalking-Opfern springt der Weiße Ring häufig ein und spendiert Schecks über 150,-- EUR für eine Erstberatung durch einen Anwalt. Problem hierbei: Der Anwalt muss sich verpflichten, auf Gebühren, welche diesen Betrag übersteigen, zu verzichten. Hat er theoretisch einen Vergütungsanspruch über z. B. 190,-- EUR, wird sich kein Anwalt bereit finden, auf 40,-- EUR zu verzichten. Lieber lehnt er den Beratungsscheck des Weißen Rings ab.

Begeben Sie sich, wenn Sie erste Anzeichen für Stalking-Handlungen bemerken, sofort zur Polizei, erstatten Sie Anzeige (notfalls gegen »Unbekannt«) und bestehen Sie darauf, dass Ihre Anzeige zu Protokoll genommen wird - auch wenn man Sie ratlos abweist (durchaus verständlicher Standardspruch vieler Polizeibeamter: »Dafür sind wir nicht zuständig, solange nichts passiert ist«). Die Polizei kann (und muss gegebenenfalls) auch präventiv tätig werden. Zeigen Sie dem Staat, dass Sie ein Problem haben, welches Sie nicht allein zu lösen vermögen. Je mehr Betroffene sich zu Wort melden, desto rascher wird der Staat in die Pflicht genommen, auf das Phänomen Stalking zu reagieren.

Versuchen Sie auf jeden Fall, Ihre Ruhe zu bewahren und sprechen Sie mit nahen Verwandten oder guten Freunden darüber, dass Sie fortwährend behelligt werden.

Sammeln Sie unbedingt jegliches Beweismaterial. Damit erhöhen Sie Ihre Glaubwürdigkeit bei Dritten und verbessern die Beweislage für etwaige Straf- und Zivilverfahren.

Beantragen Sie im Falle von Telefonterror so schnell wie möglich eine sog. »Fangschaltung« z. B. bei der Deutschen Telekom AG. Diese kann in vielen Fällen den Nachweis erbringen, wer der Täter ist bzw. dass der Ihnen bekannte Täter Sie angerufen hat. Nehmen Sie Ihre Rufnummer aus der Teleauskunft und dem Telefonbuch. Lassen Sie sich, falls die Störanrufe nicht aufhören, eine neue Rufnummer geben (dies ist mit Kosten verbunden) und reichen Sie diese nur absolut vertrauenswürdigen Dritten weiter.

Seien Sie sich darüber im Klaren, dass Stalker in den meisten Fällen nicht über ein Unrechtsbewusstsein bzw. Unrechtseinsicht verfügen, d. h. sie erkennen nicht das Unrecht ihrer Handlungen. Daher werden sie regelmäßig nicht sofort zu stoppen sein. Warten Sie längere Zeit, bevor Sie gegen den Stalker vorgehen, »spielt sich sein Verhalten« gewissermaßen »ein«. Deswegen gilt mein Rat: nehmen Sie unverzüglich eine anwaltliche Beratung in Anspruch. Durch juristische Maßnahmen kann man Stalker aber zumindest zeitweise bremsen, und wenn diese Maßnahmen bis in die letzte Konsequenz durchgezogen werden, kann das Opfer sich auch dauerhaft Ruhe verschaffen. Dies erfordert freilich Durchhaltevermögen.

Quelle: www.pechstaedt.de/kanzlei/stalking.htm


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